
Wir haben Zeit damit verbracht, 3.000 verschiedene Druckanlagen zu inspizieren. Warum? Weil wir herausfinden wollten, warum die herkömmlichen UV-Lampen sofort kaputtgehen, sobald sie in eine echte Produktionslinie eingebaut werden.
Es stellt sich heraus, dass die meisten fertig verkauften Lampen eigentlich für Labore konzipiert sind – nicht für die Einsatzbedingungen in einer Produktionsstätte. Sie sind nicht geeignet für die ständigen Vibrationen oder die hohe Temperatur in Hochgeschwindigkeitsdruckern. Nachdem wir alles untersucht hatten, wurde uns klar, dass das Problem meist auf drei Faktoren zurückzuführen ist: Hitze, Lichtqualität sowie die Verbindungsstellen der Lampen.
Die richtige Energiezufuhr
Man benötigt eine bestimmte Menge an UV-Energie, um den Lack zu trocknen, ohne das Material zu verbrennen. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht. Wir schauen uns den Photoinitiator im jeweiligen Lack an, um die richtigen Parameter festzulegen. Wenn es um dicke Schichten auf PET oder Kunststoffen geht, braucht man mehr Energie, damit die Trocknung vollständig stattfinden kann.
Aber hier ist das Problem: Höhere Leistung bedeutet auch höhere Hitze. Wenn die Kühlaggregate nicht genug Luft bewegen, wird das Quarzs Glas unter dem Druck zerbrechen. Es ist ganz einfach. Wir investieren viel Zeit darin, die Spannung und den Stromfluss richtig einzustellen, damit die Elektroden nicht kaputtgehen.
Die Hardware
Wir hatten genug von schwachen Kontakten – solche, die sofort locker werden, sobald die Maschine ihre maximale Geschwindigkeit erreicht. Deshalb haben wir auf verstärkte Verbindungsstellen umgestellt, die wirklich fest sitzen.
Außerdem verwenden wir Quarzs Glas mit hoher Lichtdurchlässigkeit – denn wir wollen, dass jede Menge Energie auf den Lack trifft, und nicht im Glas selbst stecken bleibt. Wir haben schon zu viele Betriebe gesehen, die billige Ersatzteile verwenden, wodurch 15 Prozent der Energie verloren gehen – einfach weil das Glas nicht rein genug ist. Das ist Verschwendung von Energie und Zeit.
Kompromisse
Seien wir ehrlich: Wenn man die Intensität erhöht, um die Produktionsgeschwindigkeit zu steigern, halten die Lampen nicht so lange. Man tauscht also die Lebensdauer der Lampen gegen eine höhere Produktivität ein. Das ist einfach Physik.
Um den Umstieg zu erleichtern, haben wir darauf geachtet, dass die Abmessungen der Lampen genau passen – so können sie einfach eingesetzt werden. Niemand möchte sein Wochenende damit verbringen, ein ganzes Transportsystem neu zu verdrahten, nur um die Trocknungszeit zu verkürzen.