
Hören Sie auf, zu raten – ob Ihre UV-Lampen tatsächlich funktionieren oder nicht.
Die meisten UV-Lampen zur Keimtötung sind ziemlich einfach konstruiert. Man steckt sie einfach ein, sie leuchten – und man hofft nur, dass sie ihre Aufgabe erfüllen, bis man beschließt, sie auszutauschen. Es handelt sich dabei um einen „Einschalten und Vergessen“-Ansatz – doch das ist genau das Problem.
Wir ändern das, indem wir eine ferngesteuerte Energiemonitoring-Funktion direkt in die Schaltkreise der Lampen integrieren.
Das Problem mit Timern
Derzeit verlassen sich die meisten Systeme auf einfache Timers. Doch ein Timer sagt nur aus, ob die Stromversorgung aktiv ist – er gibt nicht an, ob die Lampe tatsächlich funktioniert. Eine Lampe kann zwar eingeschaltet sein, aber bereits defekt sein oder durch Sonnenlicht abgeschwächt worden sein. Man glaubt, Bakterien zu töten – doch in Wirklichkeit verwendet man nur eine defekte Lampe.
Durch die Erfassung des tatsächlichen Leistungsverbrauchs und der Ströme können wir diese Vermutungen überflüssig machen. Wenn der Leistungsverbrauch unter einen bestimmten Wert fällt, wird das System sofort Alarm schlagen. Man muss nicht mehr raten – man weiß einfach Bescheid.
Die technischen Aspekte
Um dieses Ziel zu erreichen, mussten wir auf die alten magnetischen Ballastgeräte verzichten. Wir verwenden stattdessen elektronische Steuergeräte, die per Modbus oder MQTT mit dem Netzwerk kommunizieren können. Dadurch kann man von einem einzigen Bildschirm aus hunderte verschiedene Lampen im gesamten Gebäude überwachen.
Es gibt jedoch auch Nachteile: Durch die zusätzlichen Sensoren und Kommunikationsmodule wird die Steuereinheit etwas größer. Zudem gibt es mehr Komponenten, die versagen könnten. Man benötigt außerdem eine stabile Netzwerkverbindung – schließlich möchte man nicht, dass ein schlechter WLAN-Verbindungsstatus den Sterilisierungsprozess stört.
Was das für die Ingenieure bedeutet
Wenn Sie für die Verwaltung des Gebäudes verantwortlich sind, ist das eine große Erleichterung. Sie müssen nicht mehr in Bereiche gehen, in denen es kontaminiert ist, nur um zu prüfen, ob eine Lampe noch funktioniert.
Wir programmieren diese Systeme so, dass sie alarmieren, wenn eine Lampe etwa 80 Prozent ihrer Lebensdauer erreicht hat. So können Sie den Austausch der Lampe einfach für einen Dienstagmorgen planen – lange bevor die Sterilisierung versagt. Dadurch bleibt die Betriebszeit hoch und man vermeidet es, versehentlich zu wenig Energie in den zu behandelnden Bereich zu leiten.